Hubert Meier-Sökefeld

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Über den 1906 in Ossendorf als Sohn eines Schäfers geborenen Hubert Meier-Sökefeld, hat dessen in München lebende Tochter Herta Sökefeld-Appel einen reich illustrierten, mit Farbigen- und Schwarzweiß Fotos ausgestatteten Bildband unter dem Titel „Leben und Werk meines Vaters“ herausgegeben. Dieser 224 Seiten umfassende Bildband ist im Kunstverlag Freisinger Künstlerpresse W.Bode (www.bode-druck.de) erschienen und kann beim Buchhandel für 29,80 € bestellt werden. Für das Dorfarchiv hat der Ortsheimatpfleger ein Exemplar von der Autorin bekommen.

In einem Nachwort skizziert der Philosoph Wolfgang Friedrich Senn, den Maler Hubert Meier-Sökefeld. „ Anfang des 20. Jahrhunderts geboren, war er ein „edler Spätling“, der noch einmal, auf zweidimensionalem Blatt, mit Stift und Farbe, den Geist europäischer Architektur-Tradition in seiner Formen-Vielfalt auferstehen ließ – sein Charisma spiegelte den Genius steingewordener Wesen wider und ließ sie in mal – ästhetischen Form neu aufleben. Wo immer er in Erscheinung trat, kraftvoll, meist mit signifikantem Hut, umringten ihn bald die Menschen, sahen ihm gerne zu, erlebten die Meisterschaft seiner Hände. Der Kunsthistoriker Prof. Richard Eichler schreibt in einem Vorwort des Bildbandes, dass es ein Glück sei, das dieses großartige Werk des Malers, Grafikers und Künstlers Meier-Sökefeld einer großen Öffentlichkeit durch die Herausgabe des Buches vorgestellt werden würde.

Hubert Meier-Sökefeld wurde am 23. Oktober 1906 in Ossendorf als Sohn eines Schafzüchters geboren. Er verzichtete auf den Hof seines Vaters und wollte sich in seiner Berufung verwirklichen. Nach dem Abitur am Marianum in Warburg studierte er in Berlin Architektur und Raumkunst. In Dillingen lernte er während einer Studienreise 1936 seine Frau kennen, heiratete und hängte den Mädchennamen seiner Mutter an seinen eigenen Namen an. in Dillingen gründete er ein Architekturbüro. Viele Bauten dort tragen seine Handschrift. In Traunstein, der Heimat seiner Frau machte er nach dem Kriege einen neuen Anfang. Er gehörte dem Künstlerring Chiemgau an. Der Ossendorfer, der nun in Bayern wohnte, war überaus kreativ und stürzte sich förmlich in Arbeit. Aus dieser seiner Schaffensperiode stammen viele Buchillustrationen, Kalendergestaltungen, Grafiken und Zeichnungen. In den 50er Jahren erreichten seine Buchillustrationen schon eine Auflage von 14 Millionen Exemplaren. Seine Künstlerkollegen gaben ihm den Beinamen „Meister der Perspektive.“

In Bayern schrieb der Westfalen auch einen autobiografischen Roman mit dem Titel „ Der Schäfersohn“ in dem er direkten Bezug auf seinen Heimatort Ossendorf nahm. Er galt als heitere, lebensbejahende Persönlichkeit. 1950 war in Warburg eine Ausstellung über sein Werk welche an den Beginn seiner künstlerischen Laufbahn als Schüler von Prof. Gottfried Beyer als sein Zeichenlehrer erinnerte. Hubert Meier-Sökefeld starb am 16. August 1962 im Alter von nur 55 Jahren in Traunstein. Auch sein Bruder Lorenz Meier war Maler. Über ihn wird in einer der nächsten Heimatblätter berichtet werden.