Ossendorfer Schützen ziehen Bilanz

(Thomas Albers) Ossendorf – Die Jahreshauptversammlung des Schützenvereins Ossendorf war in diesem Jahr maßgeblich geprägt durch den Bericht des Vorstands und des Kassierers sowie die Ehrung von besonders treffsicheren Schützen. Ferner konnten auch in diesem Jahr wieder langjährige Mitglieder zu Ehrenmitgliedern ernannt werden.

Vorsitzender Heiner Geilhorn erstattete den 98 anwesenden Schützen ausführlich Bericht über das abgelaufene Geschäftsjahr. Höhepunkt des vergangenen Jahres war das Stadtschützenfest unter der Regentschaft von Bastian Wiemers und seiner Königin Julia Vössing. Heiner Geilhorn schilderte nochmal den Ablauf und die Glanzpunkte des Stadtschützenfestes. Er hob die besonders gute Beteiligung der Ossendorfer Schützen am Festumzug hervor und bedankte sich bei allen Helfern, die zum Gelingen des Festes beigetragen haben. Ebenfalls ging der Vorsitzende auch auf den Verlauf des Schützenfestest ein, dass erstmalig ohne König lediglich mit einem Schützenball gefeiert wurde. Weitere Inhalte des Berichtes waren noch der Bau der Behindertentoilette in der Heinberghalle, der Ende Februar abgeschlossen werden soll sowie der diesjährige Nikolausmarkt. Ohne die vielen Stunden ehrenamtlicher Arbeit sind solche Projekte nicht zu stemmen, so Geilhorn der sich nochmal bei allen Unterstützern ganz herzlich bedankte.
Am Ende seiner Rede richtete Heiner Geilhorn nochmal einen eindringlichen Appell an alle Schützen, den Verein nach Kräften zu unterstützen, um in diesem Jahr wieder ein Schützenfest mit König und Hofstaat feiern zu können.

Im Anschluss an den Geschäftsbericht des Vorstands erstatteten die Kassierer Bericht über die Vermögenslage des Vereins. Nach Antrag durch den Kassenprüfer Matthias Fischer wurde dem gesamten Vorstand einstimmig Entlastung erteilt.

Traditionell werden bei der Generalversammlung auch die besten und treffsichersten Schützen des Leistungsschießens mit einer Schießplakette geehrt. Bester Schütze im Jahr 2018 war Bernd Overbeck, der mit einer goldenen Plakette ausgezeichnet wurde. Jeweils eine silberne Schießplakette erhielten Tristan Wiemers und Stefan Hillebrand. Eine Schießplakette in Bronze wurde an Hans-Wilhelm Thonemann, Johannes Laudage und Ulrich Volmert überreicht.


Verleihung der Schießplaketten:
von links: Michael Dübbert (Adjutant), Ulrich Volmert (Plakette in Bronze), Stefan Hillebrand (Plakette in Silber), Johannes Laudage (Plakette in Bronze), Hans-Wilhelm Thonemann (Plakette in Bronze), Bernd Overbeck (Plakette in Gold), Tristan Wiemers (Plakette in Silber), Walter Güntermann (Hauptmann), Heiner Geilhorn (Vorsitzender)

Mit Hans-Josef Albers, Werner Engelmann, Peter Meier sen., Dieter Neuhaus, Bernd Overbeck, Willibald Schramm und Hans-Wilhem Volmert konnten in diesem Jahr ebenfalls langjährige und verdiente Schützen zu Ehrenmitgliedern ernannt werden.

Das Schützenfest 2019 wird an den Pfingsttagen vom 08. bis 10. Juni gefeiert. Der neue Schützenkönig wird auf Christi Himmelfahrt am 30. Mai ermittelt.

Große Beteiligung an Neujahrswanderung trotz schlechter Witterung

Schnatgang zur Franzosenschanze

(Thomas Fuest) Das Thermometer zeigte gerade einmal sechs Grad an, dazu peitschte der Wind den kalten Regen ins Gesicht. Wander-Wetter sieht eigentlich anders aus. Trotzdem folgten über 80 Ossendorfer der Einladung zum ersten Neujahrs-Schnatgang rund um die Gemeinde.

„Ich bin wirklich begeistert, dass so viele Leute gekommen sind. Es zeigt, dass das Gemeinschaftsleben und das nachbarschaftliche Miteinander in Ossendorf ganz hervorragend funktionieren“, freute sich Bezirksverwaltungsstellenleiter Walter Güntermann. Organisiert wurde die Wanderung von der Dorfgemeinschaft selbst. „Viele Menschen haben sich eingebracht und etwa die Route geplant, für die Verpflegung gesorgt oder das Programm mitgestaltet“, erklärte Güntermann und betonte, dass bewusst keine politische Partei die Federführung hatte. „Der Ossendorfer Schnatgang ist eine Gemeinschaftsveranstaltung für neue und alteingesessene Bürgerinnen und Bürger ohne politischen Hintergrund.“

Obwohl aufgrund des schlechten Wetters die Wanderung etwas kleiner ausfallen musste, war die Stimmung trotzdem sehr gut. Vom alten Spritzenhaus in der Ortsmitte starteten die Ossendorfer über den alten Menner Feldweg hoch zum Funkfeuer nahe der „Franzosenschanze“, dann über die Bundesstraße 7 zum ehemaligen Haus Maria und über den Rabensberg zur DRK-Unterkunft.

Hier gab es Kuchen, Kaffee und kältere Getränke. Ortsvorsteher Güntermann berichtete über das geplante neue Baugebiet in Ossendorf und den fortschreitenden Breitbandausbau. Zudem erläuterte er, dass ein Weg entlang der Diemel in Richtung Wethen zukünftig nur noch für Fußgänger und Radfahrer sowie für Anlieger geöffnet bleiben wird. „So möchten wir die Strecke erhalten, denn sie eignet sich ganz hervorragend für eine Rundwanderung oder eine Radtour“, so der Bezirksverwaltungsstellenleiter. Außerdem liefen derzeit Überlegungen, entlang der Kreisstraße 14 (Wethener Straße) ebenfalls einen Radweg anzulegen. „Dieser würde sicher eine große Bereicherung für unsere Gemeinde sein.“

Ortsheimatpfleger Erwin Dübbert berichtete anschließend in einem kurzen Vortrag über die Geschichte der sogenannten „Franzosenschanze“ in Ossendorf. „Damit ist eine militärische Befestigungsanlage gemeint, die an der Bundesstraße 7 zwischen Ossendorf und Warburg liegt. Entstanden ist sie vor rund 260 Jahren“, so Dübbert. Hintergrund war die Schlacht am Heinberg am 31. Juli 1760 während des Siebenjährigen Krieges, bei der sich zwischen Ossendorf und Warburg Franzosen und Preußen gegenüberstanden. Tausende Soldaten verloren ihr Leben.

Dübbert erinnerte auch an das Schicksal der im Ersten Weltkrieg gefallenen Jungstürmer, denen auf der Franzosenschanze in Ossendorf ein Gedenkstein gewidmet ist. „Der Jungsturm war einer der ältesten Jugendbunde Deutschlands. Seine Mitglieder wollten aus der Großstadt heraus, um sich in freier Natur zu ertüchtigen. Später wurde er unter dem nationalsozialistischen Regime aufgelöst und durch die Hitlerjugend ersetzt“, so Dübbert.

Anschließend verbrachten die Ossendorfer noch einige Stunden in geselliger Runde.



Frisch und munter ins neue Jahr: Unter diesem Motto folgten rund 80 Ossendorferinnen und Ossendorfer der Einladung zum Schnatgang rund um die Gemeinde. Die Organisatoren waren begeistert von der großartigen Beteiligung der Dorfgemeinschaft.

Generalversammlung des Schützenvereins Ossendorf

Die Generalversammlung des Schützenvereins Ossendorf findet am Samstag, 19. Januar um 20:00 Uhr in der Heinberghalle statt. Neben dem Bericht des Vorstands über das abgelaufene Geschäftsjahr und dem Kassenbericht werden auch in diesem Jahr wieder einige langjährige und verdiente Schützen zu Ehrenmitgliedern ernannt. Darüber hinaus stehen die Verleihung der Schießplaketten sowie die Beschlussfassung über das Schützenfest im Jahr 2020 und die Höhe der Prämien für Schützenkönig, Schützenkönigin und Hofstatt auf der Tagesordnung. Für die älteren Schützen ist ab 19:30 Uhr ein Fahrdienst ab Ortsmitte eingerichtet.